Tag Archiv: Kollagenvernetzung

Was versteht man unter “Crosslinking”?

Das Crosslinking ist ein relativ junges Therapieverfahren, welches zur Stabilisierung einer verdünnten Hornhaut aufgrund eines Keratokonus oder einer Keratektasie eingesetzt wird. Die mechanische Stabilität der glasklaren Hornhaut wird hauptsächlich durch die Vernetzung von Kollagenfasern erzeugt. Kommt es z.B. aufgrund einer Störung zwischen den Kollagenmolekülen zu einer veränderten Struktur des Hornhautgewebes kann eine Verdünnung und Vorwölbung der Hornhaut in Folge auftreten. Das Crosslinking versucht durch die künstliche Erhöhung des Vernetzungsgrades derKollagenfasern die mechanische Stabilität der Hornhaut wieder herzustellen.

Keratokonus versus Keratektasie

Aufbau des Auges (Querschnitt)Als Hornhaut (lateinisch: cornea, griechisch: keratos) bezeichnet man den glasklaren vorgewölbten Teil des äußeren Auges.
Ein Keratokonus ist eine angeborene, meist beidseitig auftretende Hornhauterkrankung, die sich oft in der Pubertät manifestiert. Die Häufigkeit des Auftretens in der Normalbevölkerung beträgt etwa 1: 2000. Durch eine veränderte Struktur des Hornhautgewebes kommt es zu einer Verdünnung und kegelförmigen Vorwölbung der Hornhaut.