“Perfektes Sehen” – Wie nah kommen gegenwärtige Operationsverfahren diesem Ziel?

Seit Jahrzehnten werden Operationsverfahren optimiert und neu entwickelt – Wie nah kommen die vielversprechende Ansätze dem Ziel des „perfekten Sehens“?

Augenlaserverfahren wie SMILE, Femto-LASIK oder PRK kommen innerhalb ihrer Anwendungsbereiche dem Ziel des so
genannten perfekten Sehens bereits sehr nahe. Bei Korrekturen bis etwa
minus fünf Dioptrien können sie dieses Ziel sogar bereits erreichen,
da die durch die SMILE induzierten optischen Aberrationen
so gering sind, dass sie sich nicht auf die Qualität des Sehvermögens
auswirken.

Im Bereich der künstlichen Linsen kommt die Sehqualität in einem Fokus der Abbildungsqualität der Augenlinse schon sehr nah, aber die Akkommodation der Augenlinse ist heute noch nicht perfekt wiederherstellbar. Allerdings muss diese fehlende Perfektion auch im Vergleich mit den Alternativen gesehen werden: Der presbyope Patient ist auf eine Gleitsichtbrille angewiesen oder auf mehrere Brillen für Ferne und Nähe, was ebenfalls ein ganz und gar nicht „perfektes“ Seherlebnis darstellt. Moderne Multi- und Trifokallinsen ermöglichen dagegen ein brillenfreies Sehen in die Ferne, am Computer oder Laptop und im mittleren Bereich für
Smartphone, iPad oder Tablet bei nahezu allen Patienten – und das bei nur minimalen Abstrichen bei Dämmerung und Nacht durch
Halos oder Glare.

Im Rahmen eines Interviews zur Jubiläumstagung der DGII stand Tagungspräsident Prof. Dr. Michael Knorz der Redaktion des AUGENSPIEGEL Rede und Antwort. Wir danken für die freundliche Genehmigung.

Weitere Informationen:
SMILE Augenlaserbehandlung
Linsenoperationen