Operative Korrektur der Alterssichtigkeit: Hornhautimplantate: KAMRA Inlay

Im FreeVis LASIK Zentrum Mannheim wird das KAMRA Hornhautimplantat alterssichtigen Patienten in Kombination mit der Femto-LASIK angeboten.
Grundvoraussetzung ist, dass der Patient eine leichte Monovision toleriert. Wir führen daher vor der Operation einen Kontaktlinsenversuch durch, bei dem das nicht-dominante Auge überkorrigiert wird. Wird diese Korrektur subjektiv vertragen, bieten wir ein KAMRA Inlay als Alternative zur LASIK-Monovision.

Das KAMRA Inlay wurde 2005 unter der Bezeichnung AcuFocus entwickelt. Es handelt sich um eine 3,8 mm durchmessende und nur 5 µm dicke blendenförmige schwarze „Linse“ mit einer zentralen Öffnung von 1,6 mm. Dieses Inlay wird bei FreeVis bereits seit 2007 im Rahmen klinischer Studien eintesetzt.

Darüber hinaus sind 2weitere Hornhautimplantate auf dem Markt, die ebenfalls CE-zertifiziert sind:

Das Vue+ (PresbyLens) Inlay (ReVision Optics, Lake Forest, CA)  hat einen Durchmesser von 2 mm und keine optische Wirkung. Es wird unter einen dünnen LASIK Lentikel implantiert und erzeugt durch die zentrale Dickenzunahme der Hornhaut eine zentrale Aufsteilung und damit eine negative sphärische Aberration, die wiederum die Schärfentiefe auf Kosten der Abbildungsqualität erhöht.

Die Flexivue Mikrolinse (Presbia Corp, Amsterdam) besteht aus einer ringförmigen Linse mit einem Durchmesser von 3 mm und einer Dicke von 20 µm. Die zentralen 1.8 mm weisen keine Brechkraft auf, der „Ring“ eine Brechkraft von 1.2 bis 5 dpt. Das Inlay wird in eine Hornhauttasche in einer Tiefe von 200 – 400 µm implantiert. Es entsteht im Prinzip eine multifokale Hornhaut mit allen Vor- und Nachteilen.

Alle Inlays werden nur in ein Auge, zumeist in das nicht-dominante Auge implantiert.

Zusammenfassend bieten korneale Inlays über das Wirkprinzip der modifizierten Monovision ein gutes Sehvermögen im mittleren Bereich und in der Nähe. Bisher liegen vielversprechende Ergebnisse zum KAMRA Inlay vor. In ein Auge eingesetzte Inlays sind in Bezug auf die Lesefähigkeit zwischen der Mini-Monovision (Monovision LASIK) und dem refraktiven Linsenaustausch mit multifokalen Kunstlinsen einzuordnen.

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