Was versteht man unter “Crosslinking”?

Das Crosslinking ist ein relativ junges Therapieverfahren, welches zur Stabilisierung einer verdünnten Hornhaut aufgrund eines Keratokonus oder einer Keratektasie eingesetzt wird. Die mechanische Stabilität der glasklaren Hornhaut wird hauptsächlich durch die Vernetzung von Kollagenfasern erzeugt. Kommt es z.B. aufgrund einer Störung zwischen den Kollagenmolekülen zu einer veränderten Struktur des Hornhautgewebes kann eine Verdünnung und Vorwölbung der Hornhaut in Folge auftreten. Das Crosslinking versucht durch die künstliche Erhöhung des Vernetzungsgrades derKollagenfasern die mechanische Stabilität der Hornhaut wieder herzustellen.

Kollagenvernetzung mit Riboflavin (Vitamin B2) und UVA-Bestrahlung

Dem Verfahren liegt eine photo-chemische Reaktion zugrunde: Vor der eigentlichen Bestrahlung mit UVA-Licht wird die oberste Hornhautschicht (Epithel) abgetragen, um die Diffusion von Riboflavin (Vitamin B2) in das Gewebe zu verbessern. Anschließend werden im Intervall von 5 Minuten jeweils 2-3 Tropfen Riboflavin appliziert. Das Riboflavin verbessert die Absorption der UV-Strahlung, welche wiederum die Vernetzung anregt. Das Riboflavin verhindert ausserdem, dass die UV-Strahlen tiefer in das Auge eindringen. Als Bestrahlungszeit sind ca. 30 Minuten erforderlich.

Das Crosslinking, welches zur Behandlung eines Keratokonus‘ eingesetzt wird, ist in kurzer Therapiezeit einfach und sicher zu handhaben und lässt die Transparenz der Hornhaut weitestgehend unverändert.

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