Chirurgische Verfahren zur Presbyopie-Korrektur: Die KAMRA Blende als Hornhaut-Implantat

Menschen, die ihr Leben lang ohne Brille oder Kontaktlinsen gut sehen konnten und nun alterssichtig geworden sind, können von Hornhaut-Implantaten wie z.B. der KAMRA Blende profitieren. Das Prinzip dieser Implantate ist seit langem bekannt. Es beruht auf der so genannten „stenopäischen Lücke“. In die Hornhaut des nicht dominanten Auges wird ein dünnes Lochblenden-Plättchen eingesetzt. Durch die enge Blende verkleinern sich die Zerstreuungskreise der Netzhautbilder; die dadurch erreichte größere Schärfentiefe bewirkt eine verbesserte Sehleistung.

Das Implantat ist mit einem Durchmesser von 3,8 mm und eine Dicke von 5 µm nur bei genauem Hinsehen mit bloßem Auge in der Hornhaut zu erkennen. Für die Implantation wird berührungslos mit dem Femtosekundenlaser ein unvollständiger Schnitt in der Hornhaut angelegt. Anschließend wird das Implantat auf die Hornhaut gelegt, der Hornhautdeckel schließlich wieder zurückgeschlagen. Eine Naht ist nicht erforderlich. Sollte das Implantat die Erwartungen des Patienten nicht erfüllen, kann es ohne Folgen wieder entfernt werden.

Bei kurz- oder weitsichtigen Patienten kann das Einsetzen der KAMRA Blende auch mit einer LASIK-Korrektur kombiniert werden. Ebenso kann die KAMRA Blende bei Patienten eingesetzt werden, die sich früher einer LASIK Operation unterzogen haben: Dazu wird einfach nur der Hornhautdeckel angehoben.

Weitere Möglichkeiten der Korrektur der Alterssichtigkeit (Presbyopiekorrektur)

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