Monatsarchiv: Oktober 2011

Die Laser-Refraktive Kataraktchirurgie mit dem Femtosekundenlaser – Teil 1

Die Kataraktoperation oder Operation des Grauen Stars ist die weltweit am häufigsten durchgeführte Operation überhaupt. Bei dieser Operation wird die (meist altersbedingt) getrübte Augenlinse entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt.

Hornhaut-Implantate zur Korrektur der Alterssichtigkeit

Intrakorneale Implantate modifizieren das Grundprinzip der Monovision, welches wir im letzten Beitrag erläutert haben. Hornhaut-Implantate oder sogenannte intraorneale Implantate funktionieren wie eine Mini-Blende: Die Schärfentiefe wird erhöht und damit der Effekt der Monovision für die Nähe verstärkt und für die Ferne abgeschwächt. Im Vergleich zur Mini-Monovision (also ca. -1,25 dpt) wie sie z.B. bei der Monovision LASIK erzielt wird, entspricht am Auge mit Hornhaut-Implantat das Sehen für die Ferne ca. -0,5 dpt und für die Nähe ca. -2 dpt – ist also optimaler. Hornhaut-Inlays erzielen über das Wirkprinzip der modifizierten Monovision ein gutes Sehvermögen im mittleren Bereich und in der Nähe.

Gut sehen nah und fern durch “Monovision”?

Der Elastizitätsverlust der Augenlinse als Ursache der Alterssichtigkeit oder Presybopie kann bisher noch nicht behandelt werden. Zudem ist es noch nicht möglich, die alterne bzw. erstarrende Linse durch eine akkommodationsfähige Kunstlinse zu ersetzen. Dennoch gibt es heutzutage eine Vielzahl mehr oder weniger leistungsfähiger Kompromisslösungen. Zum einen ist ein Austausch der Augenlinse gegen eine multifokale IOL möglich. Zum anderen kann ein Eingriff an der Hornhaut durch den Augenlaser (Monovision-LASIK) oder ein KAMRA-Implantat eine sogenannte Monovision erzeugen.

[VIDEO: Prof. Dr. Michael Knorz erläutert die verschiedenen Verfahren zur Korrektur der Alterssichtigkeit]

Was ist “Monovision”? Monovision im eigentlichen Sinne bedeutet, dass ein Auge für die Ferne und ein Auge für die Nähe (ca. -2,5 dpt) korrigiert wird. Die entsprechende Ungleichheit der Augen wird jedoch nur selten vertragen, so dass diese Form der Monovision kaum zum Einsatz kommt. Häufiger eingesetzt wird hingegen eine „Mini-Monovision“ (mit einem Dioptrienunterschied von ca. -1,25 dpt), die ein gutes Sehvermögen im mittleren Bereich ermöglicht und damit die Abhängigkeit von einer Lesebrille zumindest reduziert.