Monatsarchiv: Januar 2011

LASIK, Wellenfront-LASIK, Femto-LASIK, iLASIK: Wo liegt der Unterschied?

Während bei der PRK das Lasern an der Hornhautoberfläche erfolgte, wurde bei der LASIK der Hornhautabtrag in das tiefer gelegene Hornhautgewebe, das sogenannte Stroma verlegt. Dazu wird mit einem Messer (Mikrokeratom)  ein dünner Hornhautdeckel präpariert und aufgeklappt. Nach dem Lasern wird der Hornhautdeckel vorsichtig zurückgeschlagen, er fungiert nun als “körpereigenes Pflaster”. Damit konnten zwei Probleme der PRK (und auch derer Nachfolger LASEK und Epi-LASIK) beseitigt werden: Der Heilungsprozess wurde beschleunigt und die Beschwerden gemindert.

Die LASIK kommt heutzutage nur noch als Wellenfront-LASIK, Femto-LASIK oder iLASIK zur Anwendung. Diese Begriffe lassen sich auf Technologien zurückführen, die im Laufe der letzten 10 Jahre entwickelt wurden und verschiedene Aspekte des LASIK-Verfahrens verbessert haben.

Bei der Wellenfront-LASIK (auch aberrometrie-gesteuerte LASIK) werden Daten aus der Wellenfront-Analyse (auch Aberrometrie) für die Laserkorrektur berücksichtigt. Mittels Aberrometrie wird der Brechkraftfehler des Auges an über 200 Punkten gemessen und individuelle Abbildungsfehler des Auges können bestimmt werden. Aus diesen Ergebnissen läßt sich genau ableiten, an welchem Hornhautbereich wieviel gelasert werden muss, um nicht nur den Brechkraftfehler zu korrigieren, sondern auch die optischen Eigenschaften des Auges zu verbessern. Die Wellenfront-LASIK erzielt ein besseres Sehvermögen nach der Operation, vor allem in der Dämmerung.

Mit der Femto-LASIK wurde der erste Schritt der LASIK, das Schneiden des Hornhautdeckelchens, und damit vor allem die Sicherheit der LASIK-Operation verbessert: Der berührungsfrei arbeitende Femtosekundenlaser löst das handgehaltene Mikrokeratom ab und trägt damit wesentlich zur Reduzierung schnittbedingter Komplikationen bei. Da bei diesem Verfahren keine mechanischen Instrumente mehr zum Einsatz kommen, wird die Femto-LASIK oft auch als Laser-LASIK bezeichnet.

Die iLASIK entspricht der Kombination von Wellenfront-LASIK und Femto-LASIK. Sie kombiniert die modernsten Technologien und erzielt die besten Ergebnisse bei minimalem Risiko.

Leistungssport und extreme Bedingungen: Wie stabil ist der LASIK-Flap?

Der Hornhautdeckel oder Flap, der zuerst geschnitte und aufgeklappt und nach dem Augenlasern wieder zurückgeschlagen wird, verwächst wieder mit der Hornhaut. In der unmittelbaren Heilungsphase wirkt er wie ein körpereigenes Pflaster und trägt wesentlich zur schnellen und schmerzfreien Wundheilung nach einer LASIK Operation bei. Allerdings ist die Hornhaut nach dem Eingriff weniger stabil als vor der LASIK. Das mögliche Risiko eines Verrutschen des Hornhaut-Flaps oder eine Instabilität der Hornhaut wurden in verschiedenen Studien untersucht.

Kostenübernahme für LASIK-OP? Private Krankenkassen fürchten Entscheid vom Bundesgerichthof

In einem Aufsatz für die juristische Fachzeitschrift “recht+schaden” legte Bundesgerichtshof-Richterin Dr. Sibylle Kessal-Wulf dar, wie private Krankenversicherungen gezielt versuchen, einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes bezüglich der Übernahme von Kosten für Lasik-Operationen entgegenzuwirken.  Dr. Kessal-Wulf  bezieht sich auf mehrere Verfahren, die von den an den Prozessen beteiligten privaten Krankenversicherungen vorzeitig beendet wurden, weil sie ein Grundsatzurteil des BGH fürchteten. Jedesmal gingen die PKV-Unternehmen strategisch vor und entzogen durch Zahlung der OP-Kosten an den klagenden Patienten den Prozessen in letzter Sekunde ihre Grundlage.