Intrakorneale Implantate modifizieren das Grundprinzip der Monovision, welches wir im letzten Beitrag erläutert haben. Hornhaut-Implantate oder sogenannte intraorneale Implantate funktionieren wie eine Mini-Blende: Die Schärfentiefe wird erhöht und damit der Effekt der Monovision für die Nähe verstärkt und für die Ferne abgeschwächt. Im Vergleich zur Mini-Monovision (also ca. -1,25 dpt) wie sie z.B. bei der Monovision LASIK erzielt wird, entspricht am Auge mit Hornhaut-Implantat das Sehen für die Ferne ca. -0,5 dpt und für die Nähe ca. -2 dpt – ist also optimaler. Hornhaut-Inlays erzielen über das Wirkprinzip der modifizierten Monovision ein gutes Sehvermögen im mittleren Bereich und in der Nähe.

Die folgenden drei CE-zertifizierten Hornhaut-Implantate oder Hornhaut-Inlays sind derzeit auf dem Markt:

1. Das KAMRA Inlay (Acrysof, CA) wurde 2005 entwickelt. Es handelt sich um eine 3,8 mm durchmessende und nur 5 µm dicke blendenförmige schwarze „Linse“ mit einer zentralen Öffnung von 1,6 mm.

2. Das Vue+ (PresbyLens) Inlay (ReVision Optics, Lake Forest, CA) hat einen Durchmesser von 2 mm und keine optische Wirkung. Angaben zur Dicke macht die Herstellerfirma nicht. Es wird unter einen dünnen LASIK Lentikel implantiert und erzeugt die optische Wirkung durch die zentrale Dickenzunahme der Hornhaut.

3. Die Flexivue Mikrolinse (Presbia Corp, Amsterdam) besteht aus einer ringförmigen Linse mit einem Durchmesser von 3 mm und einer Dicke von 20 µm. Die zentralen 1.8 mm weisen keine Brechkraft auf, der „Ring“ eine Brechkraft von 1.2 bis 5 dpt. Das “multifokale” Inlay wird in eine Hornhauttasche in einer Tiefe von 200 – 400 µm implantiert.

Alle Inlays werden nur in ein Auge, zumeist in das nicht-dominante Auge implantiert und können bei unbefriedigendem Ergebnis problemlos explantiert werden.

Weitere Informationen zum Ablauf des Eingriffs:

http://lasik.freevis.de/2011/02/lesebrillen-mude-kamra-linse-korrigiert-alterssichtigkeit/

Der Elastizitätsverlust der Augenlinse als Ursache der Alterssichtigkeit oder Presybopie kann bisher noch nicht behandelt werden. Zudem ist es noch nicht möglich, die alterne bzw. erstarrende Linse durch eine akkommodationsfähige Kunstlinse zu ersetzen. Dennoch gibt es heutzutage eine Vielzahl mehr oder weniger leistungsfähiger Kompromisslösungen. Zum einen ist ein Austausch der Augenlinse gegen eine multifokale IOL möglich. Zum anderen kann ein Eingriff an der Hornhaut durch den Augenlaser (Monovision-LASIK) oder ein KAMRA-Implantat eine sogenannte Monovision erzeugen.

[VIDEO: Prof. Dr. Michael Knorz erläutert die verschiedenen Verfahren zur Korrektur der Alterssichtigkeit]

Was ist “Monovision”? Monovision im eigentlichen Sinne bedeutet, dass ein Auge für die Ferne und ein Auge für die Nähe (ca. -2,5 dpt) korrigiert wird. Die entsprechende Ungleichheit der Augen wird jedoch nur selten vertragen, so dass diese Form der Monovision kaum zum Einsatz kommt. Häufiger eingesetzt wird hingegen eine „Mini-Monovision“ (mit einem Dioptrienunterschied von ca. -1,25 dpt), die ein gutes Sehvermögen im mittleren Bereich ermöglicht und damit die Abhängigkeit von einer Lesebrille zumindest reduziert.

Prof. Dr. Michael Knorz (FreeVis LASIK Zentrum Universitätsklinikum Mannheim) war an der 5jährigen Studie zur Entwicklung der KAMRA Linse beteiligt.

Er erläutert in diesem Film die Wirkungsweise des Hornhaut-Implantats, welches wie die Blende in der Fotokamera funktioniert: Durch Erhöhung der Tiefenschärfe kann in der Nähe wieder scharf gesehen werden, also in dem Bereich, für den Alterssichtige normalerweise eine Lesebrille benötigen.

Weitere Informationen zu der KAMRA Linse finden Sie hier:
http://www.freevis.de/laser/kamra_linse.html

Ab ca. dem 40. – 45. Lebensjahr benötigt in der Regel jeder – egal ob kurzssichtig, weitsichtig oder normalsichtig – eine Lesebrille.

Nachdem Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung überwiegend operativ korrigiert werden können, stellt die Korrektur der Alterssichtigkeit oder Presbyopie noch immer eine Herausforderung dar. Obwohl von einer dauerhaften Behandlung der Alterssichtigkeit noch nicht die Rede sein kann, gibt es heutzutage einige operative Verfahren, die zunehmend eingesetzt werden, um eine gewisse Unabhängigkeit von der Lesebrille zu erzielen.

Prof. Dr. Knorz vom FreeVis LASIK Zentrum Universitätsklinikum Mannheim gibt einen Überblick.

Weitere Informationen:
- Monovision: http://www.freevis.de/lasik/monovision-lasik.html
- KAMRA-Linse: http://www.freevis.de/laser/kamra_linse.html
- Multifokallinsen: http://www.freevis.de/laser/miol.html

Mit einem neuen Operationsverfahren gelingt, was lange Zeit unmöglich schien: Auch im Alter ohne Brille in allen Entfernungen gut sehen zu können.

Das Operationsverfahren wurde bereits 2005 in den USA entwickelt und erhielt im Jahr 2009 aufgrund der guten Ergebnisse die Zulassung in Europa. Es handelt sich um ein winziges Implantat mit dem Namen KAMRA-Linse oder KAMRA-Inlay, welches in die Hornhaut eingesetzt wird.

Ein Video zeigt und beschreibt hier, wie das KAMRA Inlay funktioniert. Patienten berichten, wie es ihre Lebensqualität beeinflußt hat.

Die KAMRA Linse ist zur Behandlung der Alterssichtigkeit vor allem in Kombination mit einer iLASIK bei gleichzeitig bestehender Fehlsichtigkeit geeignet. Sie kann auch in Augen eingesetzt werden, bei denen früher eine LASIK durchgeführt wurde.

Die KAMRA Linse wird u.a. am FreeVis LASIK Zentrum Universitätsklinikum Mannheim angeboten und dort von Herrn Prof. Dr. Michael Knorz implantiert.

Weitere Informationen:

FreeVis Patienteninformation: KAMRA-Linse zur Korrektur der Alterssichtigkeit

“Mini-Blende” zur Korrektur der Alterssichtigkeit: KAMRA-Linse Hornhautimplantat nach Zulassung erstmals in Mannheim implantiert

Die Konduktive Keratoplastik ist ein weniger bekanntes und seltener eingesetztes Verfahren zur Korrektur der Weitsichtigkeit oder Alterssichtigkeit.

Bei der Konduktiven Keratoplastik oder kurz CK werden mit einer feinen Sonde im äußeren Hornhautbereich 8 – 16 ungefähr 0,3 mm durchmessende Hitzeherde über elektromagnetische Wellen appliziert. Durch die Erhitzung zieht sich die Hornhaut im Bereich dieser Herde zusammen, was wiederrum zu einer Aufsteilung des Hornhautzentrums führt. Auf diese Weise kann eine Weitsichtigkeit oder Hyperopie bis +1,5 dpt oder auch eine die Alterssichtigkeit (bis +1,5 dpt.) auf einem Auge korrigiert werden.

Der Eingriff wird unter lokaler Betäubung ambulant durchgeführt und ist weitgehend schmerzfrei. Typischerweise erfolgt eine Überkorrektur, d.h. der ehemals Weitsichtige wird zunächst kurzsichtig. Zudem kann es in einigen Fällen zum Auftreten einer Hornhautverkrümmung mit einer Verschlechterung des Sehvermögens kommen.

Im Gegensatz zu anderen Verfahren hat die Konduktive Keratoplastik nur einen vorübergehenden Effekt, in den meisten Fällen kommt es zu einer vollständigen Rückbildung des Operationserfolges innerhalb der ersten Monate bis Jahre.  Laut Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) wird die CK aus diesem Grund heute praktisch nicht mehr angewendet.

Ab 1. Juli 2011 wird am FreeVis LASIK Zentrum Universitätsklinikum Mannheim der Femtosekundenlaser auch bei der Schnittführung bei Linsenoperationen, speziell beim refraktiven Linsenaustausch, eingesetzt werden.

Der Austausch der Augenlinse gegen eine Kunstlinse dient dem Ausgleich der hohen und extremen Kurzsichtigkeit bzw. Weitsichtigkeit sowie der Alterssichtigkeit. Ziel der Kunstlinsen ist somit die  Unabhängigkeit von einer Brille bzw. von Kontaktlinsen, eventuell auch in Verbindung mit einer Entfernung des Grauen Stars (=Trübung der Augenlinse). Je nach Art der Kunstlinse kann entweder völlig auf eine Brillenkorrektur verzichtet werden oder es ist noch eine leichte Brille z.B. für die Nähe (Lesebrille) oder zum Autofahren erforderlich.

Der beim Linsenaustausch eingesetzte Femtosekundenlaser ermöglicht eine sehr präzise Durchtrennung unterschiedlicher Gewebeschichten im Auge und ersetzt somit mehrere wesentliche und bisher vom Arzt von Hand durchgeführte Teilschritte der Linsenoperation. Der Laser bietet dabei zwei Vorteile gegenüber der manuellen Technik: der Linsenaustausch wird zum einen genauer, da  die Kunstlinse exakter positioniert werden kann, und zum zweiten sicherer, da Laserschnitte präziser sind als handgeführte Schnitte.

Weitere Informationen zum Einsatz des Femtosekundenlasers in der Augenchirurgie

Weitere Informationen zum refraktiven Linsenaustausch

TV-Moderatorin Marijke Amado hatte es satt, ständig zwischen der normalen Brille und der Lesebrille wechseln zu müssen. „Frau im Spiegel“ zitiert Frau Amado: „Ständig bin ich auf Brillensuche. Schminken geht auch nicht mehr ohne Lesebrille, und bei der Moderation im Studio brauche ich groß geschriebene Karten. Da wird der Beruf lästig und ich unglücklich.“ Die Lösung für Frau Amado: Eine spezielle Augenlaseroperation, bei der ein Auge für Sicht in der Ferne und das andere für scharfes Sehen im Nahbereich korrigiert wird. Von Fachleuten wird dies als „Monovision“ bezeichnet. Nur ca. 80% aller Patienten, die sich für Monovision interessieren, vertragen zwei unterschiedlich korrigierte Augen. Daher wird der Zustand nach der Operation vor dem Eingriff mit Kontaktlinsen simuliert. Nur Patienten, die diesen Test vertragen, werden gelasert.

Medizinredakteurin Anja Speitel begleitete Marijke Amado bei ihrer OP, die sie am FreeVis LASIK Zentrum Mannheim von Prof. Michael Knorz durchführen ließ. Der Eingriff, iLASIK genannt, dauerte nur wenige Minuten. Kaum aus dem Operationssaal raus, schnappt sich Frau Amado eine Broschüre: „Das ist unglaublich! Noch vor 10 Minuten konnte ich das nicht lesen!“ Der Beitrag schildert auch, was bei der Operation passiert und welche Risiken es gibt.

Quelle:
Frau im Spiegel, Nr. 16, April 2010
http://freevis.de/info/Frau_im_Spiegel_042010.pdf
(Mit freundlicher Genehmigung)

Augenchirurgen wie Prof. Dr. Michael Knorz, Medizinischer Leiter des FreeVis LASIK Zentrum Universitätsklinikum Mannheim, setzen den berührungsfrei arbeitenden Präzisionslaser nicht nur beim oberflächlichen Hornhautschnitt im Rahmen der LASIK-Operation ein, sondern testen auch, wie die Vorteile des Femtosekundenlaser bei Operationen im Augeninneren genutzt werden können. Bisher werden sowohl der Hornhautschnitt als auch die Eröffnung der vorderen Linsenkapsel mit dem Skalpell bzw. einem feinen Instrument durchgeführt. Beide Schritte und auch die Zerkleinerung der getrübten Linse könnten in Zukunft vom Laser übernommen werden.

Erste Ergebnisse sind vielversprechend: Wie beim Ophthalmology Innovation Summit vorgetragen wurde, versprechen sich Operateure durch Einsatz des Femtosekundenlasers mehr Kontrolle über Platzierung der Schnitte, die Schnittführung ansich und einen besseren Wundverschluß.

Video über eine femtosekundenlaser-assistierte Kataraktoperation, durchgeführt von Herrn Prof. Dr. Michael Knorz:
http://www.eyemoviepedia.com/videos/4159354543/146

Zu weiteren Entwicklungen in der refraktiven Chirurgie zählen Hornhautimplantate und neue akkommodative Linsen. Wie auch das beschriebenene neue Einsatzgebiet des Femtosekundenlaser stehen diese Verfahren mit der Korrektur der Alterssichtigkeit (Presbyopiekorrektur) in Zusammenhang.
Quelle:
Innovation summit trumpets latest advances in cornea- and lens-based surgeries
http://www.osnsupersite.com/view.aspx?rid=82670

Vor der Operation kann Immaculada Griesbach nur die allergrößten Überschriften ohne Lesebrille lesen

Vor der Operation kann Immaculada Griesbach nur die allergrößten Überschriften ohne Lesebrille lesen


Immaculada Griesbach (49) störte die Lesebrille so sehr, dass sich entschied, sowohl ihre Weitsichtigkeit als auch Alterssichtigkeit mit einer Operation korrigieren zu lassen. Das Verfahren, welches Prof. Michael Knorz bei der Patientin anwendete, ist ein ganz neues: Es handelt sich um die sogenannte KAMRA-Linse, ein winzig kleines Implantat, welches in die Hornhaut eingesetzt wird.

Prof. Knorz war mit seinem Team an der 5 Jahre dauernden Studie zur wissenschaftlichen Erprobung des Implantats beteiligt und bietet das Implantat seit seiner Zulassung am Freevis LASIK Zentrum Universitätsklinikum Mannheim an.

Die KAMRA Linse wird nur in ein Auge eingesetzt. Zunächst wird mit dem Femtosekundenlaser wie bei der iLASIK oder Femto-LASIK ein Hornhautdeckel präpariert und aufgeschlagen. Das Implantat wird anschließend über der Pupille zentriert auf das Hornhautbett gelegt und der Deckel wird zurückgeklappt. In diesem Zusammenhang kann auch eine bestehende Kurz- oder Weitsichtigkeit mit korrigiert werden. Näheres zum Operationsablauf

Damit bietet die KAMRA Linse im Vergleich zu anderen Verfahren, die nur auf einem Auge die Alterssichtigkeit korrigieren, Vorteile: Im Gegensatz zur Monovision-LASIK, bei der ein Auge kurzsichtig gelasert wird damit es in der Nähe scharf sieht, kann das mit KAMRA Linse operierte Auge sowohl in der Nähe als auch Ferne gut sehen.

Live OP: Implantation einer KAMRA Linse

Prof. Knorz erläutert das Operationsverfahren

Telemed, Sendung vom März 2011, Rhein-Neckar-Fernsehen

Beitrag online anschauen

Der Titel mag verwirren – bitte bis Minute 24:30 forwarden! Da beginnt der 6-minütige Beitrag über die Operation im FreeVis LASIK Zentrum Mannheim.