Kategoriearchiv: Technologien

Wird das SMILE-Verfahren die LASIK ablösen?

Dies ist unter Augenchirurgen eine aktuelle Kontroverse, die im Rahmen der 30. Jahrestagung der DGII in Mannheim diskutiert wurde.

Prof. Michael Knorz stand als Tagungspräsident und einer der Leiter einer Panel Diskussion Rede und Antwort*: “Ich erwarte, dass die SMILE die LASIK über einen großen Teil des Indikationsbereiches ablösen wird. Heute ist die SMILE nur zur Myopiekorrektur zugelassen und es sind – noch – keine Nachoperationen möglich. Vergleicht man Femto-LASIK und SMILE innerhalb des heutigen Anwendungsbereiches, so sind die Ergebnisse hinsichtlich der Vorhersagbarkeit identisch. Vorteile der SMILE zeigen sich hinsichtlich eines geringeren Verletzungsrisikos und einer geringeren Inzidenz trockener Augen postoperativ.”

Nach heutigem Stand kann keines der Verfahren als „signifikant besser“ bewertet werden, allerdings steht SMILE erst am
Anfang der Entwicklung, während die LASIK und auch Femto-LASIK bereits seit Jahrzehnten angewendet wird. Prof. Knorz geht davon aus, dass sich mit zunehmender Verbreitung des SMILE Verfahrens Unterschiede heraus kristallisieren werden und – da SMILE nur
einen Laser benötigt – das Verfahren mittelfristig auch wirtschaftlich das überlegene Verfahren sein wird.

Im Rahmen eines Interviews zur Jubiläumstagung der DGII stand Tagungspräsident Prof. Dr. Michael Knorz der Redaktion des AUGENSPIEGEL Rede und Antwort. Wir danken für die freundliche Genehmigung.

Weitere Informationen:
SMILE Augenlaserbehandlung
Femto-LASIK

“Perfektes Sehen” – Wie nah kommen gegenwärtige Operationsverfahren diesem Ziel?

Seit Jahrzehnten werden Operationsverfahren optimiert und neu entwickelt – Wie nah kommen die vielversprechende Ansätze dem Ziel des „perfekten Sehens“?

Augenlaserverfahren wie SMILE, Femto-LASIK oder PRK kommen innerhalb ihrer Anwendungsbereiche dem Ziel des so
genannten perfekten Sehens bereits sehr nahe. Bei Korrekturen bis etwa
minus fünf Dioptrien können sie dieses Ziel sogar bereits erreichen,
da die durch die SMILE induzierten optischen Aberrationen
so gering sind, dass sie sich nicht auf die Qualität des Sehvermögens
auswirken.

Im Bereich der künstlichen Linsen kommt die Sehqualität in einem Fokus der Abbildungsqualität der Augenlinse schon sehr nah, aber die Akkommodation der Augenlinse ist heute noch nicht perfekt wiederherstellbar. Allerdings muss diese fehlende Perfektion auch im Vergleich mit den Alternativen gesehen werden: Der presbyope Patient ist auf eine Gleitsichtbrille angewiesen oder auf mehrere Brillen für Ferne und Nähe, was ebenfalls ein ganz und gar nicht „perfektes“ Seherlebnis darstellt. Moderne Multi- und Trifokallinsen ermöglichen dagegen ein brillenfreies Sehen in die Ferne, am Computer oder Laptop und im mittleren Bereich für
Smartphone, iPad oder Tablet bei nahezu allen Patienten – und das bei nur minimalen Abstrichen bei Dämmerung und Nacht durch
Halos oder Glare.

Im Rahmen eines Interviews zur Jubiläumstagung der DGII stand Tagungspräsident Prof. Dr. Michael Knorz der Redaktion des AUGENSPIEGEL Rede und Antwort. Wir danken für die freundliche Genehmigung.

Weitere Informationen:
SMILE Augenlaserbehandlung
Linsenoperationen

Moderne Technologien erlauben hohe Präzision bei Korrektur der Hornhautverkrümmung

Die Hornhaut des menschlichen Auges ist im Idealfall gleichmäßig wie eine Kugeloberfläche gewölbt. Besteht eine Hornhautverkrümmung, so ist diese Wölbung in einer Richtung stärker als in der anderen, so dass eine Bildverzerrung entsteht. Weiterentwicklungen der letzten Jahre ermöglichen es heutzutage dem erfahrenen Augenchirurgen, eine Hornhautverkrümmung einfach, präzise und dauerhaft zu korrigieren  (Astigmatismuskorrektur).