Kategoriearchiv: Sonstiges

Femtosekundenlaser-assistierte Kataraktoperation: Aktuelles Urteil zur Kostenerstattung

Ein neues Urteil des Verwaltungsgerichts Köln ist im Hinblick auf die femtosekundenlaser-assistierte Kataraktchirurgie erstattungsbegründend und standardbildend.

Die Entscheidung (Urteil vom 10.11.2016, 1 K 3094/16) bestätigt, dass

– die femtosekundenlaser-assistierte Kataraktchirurgie heute wissenschaftlich allgemein anerkannt sei, da sie von der Mehrheit der Wissenschaftler der betroffenen Fachrichtung für die Behandlung des Grauen Stars (Katarakt) als geeignet und wirksam angesehen werde,

– der Einsatz des Lasers einen Zugewinn an Sicherheit für den Patienten bedeutet,

 

– der medizinische Nutzen des Einsatzes des Femtosekundenlasers in Zukunft nicht mehr bewiesen werden muss,

– die für den Einsatz des Lasers notwendigen Kosten angemessen sind, da keine gleich wirksame / preisgünstigere Behandlung mit demselben Nutzen für den Patienten zur Verfügung stehe und somit die zusätzlichen Kosten unvermeindlich sind.

Die Schlussfolgerung:
Es besteht grundsätzlich eine Erstattungspflicht der Kosten durch den Kostenträger.

 

Quelle:
M. Zach, Rechtsanwalt, Kanzlei für Medizinrecht
DER AUGENSPIEGEL 1/2017

Kostenerstattung refraktiv-chirurgischer Operationen: Implantation einer Kontaktlinse ins Auge

Innovative Medizin bedarf stets mehrerer Jahre, bis sie auch von Kostenträgern befürwortet und erstattet wird. 

Während es eine Vielzahl von Urteilen zur Kostenübernahme für eine LASIK-Operation gibt, steht die Rechtssprechung zur Kostenerstattung von Linsenoperationen noch am Anfang. Aktuell wurde jetzt erstmals eine Private Krankenversicherung zur Erstattung der Kosten für die Implantation von phaken Linsen (auch unter den Begriffen ICL und “Kontaktlinse im Auge” bekannt) basierend auf der medizinischen Notwendigkeit der Behandlung verurteilt.

Falls Ihre Private Krankenversicherung seinerzeit die Erstattung dieser medizinisch längst etablierte Behandlung abgelehnt haben sollte, bestehen heute günstigere Erstattungsaussichten.

FreeVis stellt interessierten Patienten gern Argumentationshilfen zur Verfügung:

>> HIER KLICKEN

Kostenerstattung refraktiv-chirurgischer Operationen: Was gibt es neues in der Rechtssprechung?

Am 30.03.2006, wurde erstmals durch ein Zivilgericht die Leistungspflicht einer Privaten Krankenversicherung (PKV) für eine LASIK-Operation bejaht.
Diese Rechtsprechung hat sich seither konsolidiert:

Die Private Krankenversicherung muß bei entsprechender medizinischer Indikation die Kosten der LASIK-Behandlung übernehmen.

Heute, 10 Jahre nach diesem wichtigen Urteil, wird vor dem Zivilgericht kaum noch über die PKV-Erstattungspflicht dem Grunde nach, sondern vielmehr der Höhe nach gestritten.

Nichtsdestotrotz werden von Seiten der PKV immer wieder die gleichen (unzutreffenden) Einwendungen erhoben, um die Ablehnung einer Kostenübernahme zu rechtfertigen:

“Fehlsichtigkeit ist keine Krankheit”
“Die LASIK Operation stellt keine Heilbehandlung sondern lediglich eine andere Art der optischen Korrektur dar.”
“Die LASIK-Operation ist medizinisch nicht notwendig”
“Die LASIK Behandlung ist zu teuer”
“Brille und Kontaktlinsen sind weniger invasiv und der Operation vorzuziehen”

FreeVis stellt interessierten Patienten Argumentationshilfen in einer neu erstellten Übersicht zur Verfügung.

>> HIER KLICKEN