Augenlasern für Soldaten?

Das US-amerikanische Militär läßt bereits seit 2000 Augenlaseroperationen für Soldaten im Dienst zu, und inzwischen ist eine Operation zur Korrektur eine bestehenden Fehlsichtigkeit auch für Navy Piloten und Astronauten keine Seltenheit mehr.

Wie aber sehen die Bestimmungen in Deutschland aus, gibt es hier Einschränkungen für das Militär?

Für den Tauglichkeitsgrad 1 wird eine Sehschärfe von 1,0 an beiden Augen ohne Korrektur gefordert. Jeder refraktiv-chirurgische Eingriff führt damit automatisch zur Einstufung in den Tauglichkeitsgrad 2 oder höher. Wie auch bei Polizisten und Feuerwehrleuten ist eine Augenlaserbehandlung wie LASIK, PRK und SMILE erlaubt, eine Linsenoperationen  (phake IOL oder “Kontaktlinse im Auge”Linsenaustausch)  führt jedoch zur Untauglichkeit.

Vorschriften bezüglich maximaler Dioptrienwerte vor dem Eingriff gibt es nicht, sodass die Grenzen der jeweiligen Verfahren als Grenzwerte angenommen werden dürften, also für die PRK -6 dpt, für LASK / Femto-LASIK -8 dpt bis +3 dpt und für SMILE -8 dpt. Außerdem ist eine Restdicke der Hornhaut von 420 µm erforderlich.

Eine Beurteilung  bzw. Wiedererteilung der Tauglichkeit ist frühestens 12 Monate nach dem Eingriff möglich.


Quellen:
- Zentrale Dienstvorschrift ZDV 46/1
- R. Wiltfang: Refraktive Chirurgie und Tauglichkeit: Luftfahrt, Polizei, Militär und Feuerwehr, DOC 2017
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Grünes Licht für Augenlaseroperationen für Navy Piloten und Astronauten

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