Ein halbes Jahr nach der OP war ich zwischenzeitlich wieder in Mannheim zur Abschlußuntersuchung. Erwartungsgemäß war alles bestens (Hier sind meine Erfahrungen zu den Untersuchungen, OPs und die ersten Monate nach der OP zu finden).

Vom FreeVis-Team habe ich eine Bestätigung der erfolgreichen Korrektur erhalten, welche ich bei der Führerscheinstelle vorlegen kann, um den “Brillenvermerk” entfernen zu lassen. Mit selbiger habe ich inzwischen meine Sportbootführerscheine und -patente erfolgreich und völlig unbürokratisch vom “Muß geeignete Sehhilfe tragen und Ersatz mitführen” befreit.

Doch das spannendste kommt nun: wer meine Vorbermerkungen gelesen hat, weiß daß ich mich für die PPL (Privat Piloten Lizenz) interessiere. Kenner der Materie wissen über die hohen Hürden der deutschen Gesetzgebung, welche sich hinter der Abkürzung “JAR-FCL” bzw. “Medical” verbergen.

Kurz gesagt ist man quasi auf Lebenszeit untauglich, wenn man jemals schlechter als -6 dpt hatte oder/und sich einer Operation am Auge unterzogen hat.

Der Witz dabei ist, dass man mit -5 dpt und Brille Flugtauglich istm, auch wenn einem das Ding runterfallen kann, kaputt gehen kann etc. Mit -5 dpt. und Laser oder phake IOL ist man per Gesetz untauglich, da man eine OP am Auge hatte.

Davon nicht entmutigt (zur Erinnerung: ich hatte -9 dpt. und nun per OP eingesetzte Linsen) habe ich mich erkundigt, welcher Fliegerarzt in Süddeutschland der beaknnteste ist. Zum Glück sitzt der in Baden-Baden, also quasi nur um die Ecke von Karlsruhe.

Ein Hauütteil der Fliegerärztlichen Utnersuchung ist der “Sehtest”; auch dieser Experte sitzt in baden-Baden (im selben Haus). Er hat mich ca. 2h durch alle Tests geschickt; Blendsehen, Gesichtsfeld, etc. Alle Ergebnisse waren hervorragend.

Beim abschliessenden Untersuchung meiner Auegn durchs Mikroskop war der Doc sehr zurfrieden; keinerlei Spuren der OP mehr zu sehen; die Linsen sitzen perfekt; …

Ich war ein einfach zu guter PPL-ANwäter; daher hat er meine Augen fotografiert und gemeint, daß ich aufgrund der super Ergebnisse eigentlich tauglich sein MUß. Allerdings spricht das Gesetzt halt dagegen, aber er wird mit dem LBA (Luftfahrtbundesamt) gleich telefonieren, da nur das LBA eine Ausnahmegenehmigugn erteilen darf.

Das Ergebnis des Telefonats war:

Die Linsen-OP sowie das erzielte Ergebnis ist so gut, dass das LBA die Untauglichkeit wegen einer OP am Auge nicht aufrecht erhält.  Leider aber kann das LBA sich nicht über die 6dpt-Grenze hinwegsetzen.

Daher bin ich zwar weiter untauglich, aber nicht wegen der OP, sondern wegen der hohen Ausgangswerte von -9dpt.

Zusammengefaßt: Prof. Knorz hat das so gut hinbekommen, dass sogar das LBA eine Ausnahmegenehmigung erteilt, und die OP nicht als Hinternis für die Flugtauglichkeit ansieht ! KLASSE !

Vor, während und nach der Operation (hier ist mein ausführlicher Bericht) habe ich einige Erfahrungen gesammelt, die ich in Form von Tipps und Tricks weitergeben möchte; auch hier gilt, dass es sich um meine subjektiven Erfahrungen handelt:

1. Traue niemals dem WWW

Wie immer tummeln sich auch zu diesem Thema unzählige Firmen, Betroffene und Hersteller im Netz. In zahlreichen Foren werden die jeweiligen Verfahren von Patienten gepriesen. Doch Vorsicht – oft stecken die Hersteller bzw. Anbieter des jeweiligen Verfahrens als Betreiber hinter der Seite. Eine objektive Meinung und vor allem objektive Vergleiche von Verfahren bzw. Nachrichten über fehlerhafte Eingriffe sind nicht vorhanden.

2. Zahlen, Fakten, Daten – oder Gefühl

Nach gründlicher Recherche findet man diverse Zahlen und Fakten zu den verschiedenen Methoden der Korrektur von Fehlsichtigkeit. Doch was bedeutet z.B. eine Fehlerquote bei der Operation von 0,01% konkret? Wie geht man mit der Gefahr einer Restfehlsichtigkeit um? Ist der eine kritische Eintrag in einem Internetforum entscheidender als viele Positivmeldungen?

Letztendlich muss das eigene Gefühl entscheiden – vor allem wenn es um Laser oder Linsenimplantation geht. Jede OP birgt Gefahren – lasse ich mir deshalb aber keine Karies beim Zahnarzt mehr behandeln? Nur die subjektive Bewertung der Vor- und Nachteile einer Korrekturmethode aus der eigenen persönlichen Sicht ermöglicht letztendlich eine tragfähige Entscheidung.

3. Kosten

Sicherlich, Lasern und Linseneinsatz gelten als Schönheits-OP; mit Brillen und Kontaktlinsen stehen ausreichende Korrekturmöglichkeiten zur Verfügung. Nur wenn diese Methoden nachweislich medizinisch nicht verwendbar sind (Linsen- und Brillenunverträglichkeit, o.ä.) ist eine Kostenübernahme durch die Kasse sicher. Allerdings muss die medizinische Indikation durch einen Arzt sehr genau nachgewiesen werden.

Gesetzliche und private Kassen übernehmen diese Kosten also in der Regel nicht – oder? Mein Erfahrungsaustausch mit anderen Patienten und meine eigene Erfahrung zeigen, dass sich eine individuelle Anfrage bei der Kasse lohnt. Aber bitte nicht per Brief an ein anonymes Kundenservicezentrum, sondern im direkten Gespräch mit dem zuständigen Betreuer. So habe auch ich eine Zusage zur 100%igen Kostenübernahme von meiner privaten Kasse erhalten! Veröffentlichen wird die Kasse dies nie, welche Kasse will sich schon „nicht satzungskonforme Ausgaben“ oder gar „Mittelverschendung“ vorwerfen lassen?

Auch lohnt sich im Beratungsgespräch beim Arzt gezielt nach dem Thema Kostenerstattung zu fragen; ggf. kann er Tipps geben oder sogar einen Befundbericht mit der medizinischen Notwendigkeit erstellen.

4. Alle Termine sind notwendig

Zumindest bei mir ergab sich der Fall, dass ich zu einer zweiten Voruntersuchung nach Mannheim einbestellt wurde. Erst vor Ort stellte sich heraus, dass dies nicht nötig ist, da bereits bei der ersten Untersuchung alle Werte ermittelt wurden. Also rückfragen lohnt sich und erspart einem Fahrwege und Urlaubstage.

5. Operation = krank = Krankenschein

Wie unter Punkt 3 schon erwähnt handelt es sich bei Linseneinsatz in der Regel um eine Schönheitsoperation. Der Eingriff hat also keine medizinische Indikation und fällt daher nicht unter Krankheit. Folglich ist man nicht krankgeschrieben sondern muss Urlaub oder Überstunden nehmen. Aber auch hier lohnt sich ein Gespräch mit dem Arbeitgeber. Zumindest einige der von mir befragten Kunden erhielten Sonderurlaub oder man einigte sich auf eine 50:50 Regelung. Ich selbst habe gleich vier Tage Urlaub eingereicht und erst gar nicht nachgefragt, da mir diese Operation die vier Tage Urlaub wert waren.

6. Das ruhige Zimmer zum Hof

Das Hotel Mack liegt zentral und bietet Zimmer zur Straße oder aber zum Hof. In Erwartung ruhiger Nächte habe ich mich für die Hofseite entschieden. Leider hat sich herausgestellt, dass dieser Hof von ca. 5 Häusern mit zig Balkonen eingegrenzt wird; dem Lärmpegel im Innhof nach zu schließen, gab es gefühlt auf jedem Balkon mindestens eine Party bis in die Morgenstunden. Jedenfalls war ich froh um den Rollladen und die doppelt verglasten Scheiben. Den Lärm der bei entsprechendem Wind über diesen Stadtteil hinwegstartenden Flugzeuge konnte dies aber auch nicht wirklich komplett dämpfen.

Nachtrag: Jetzt, nachdem ich beide OPs hinter mir habe und wieder scharf sehe, erkenne ich erst das Putz-Potential im Bad… Sauberkeit könnte auch anders aussehen.

7. Halbe Sicht = Halbe Brille

Zwischen den Operationen der beiden Augen liegt meist mindestens ein Tag. In meinem Fall wurde am Dienstag das rechte und am Donnerstag das linke Auge operiert. Für die Zeit dazwischen hat man also auf dem operierten Auge schon sehr gute Sicht ohne Brille, auf dem anderen Auge sieht man ohne Brille nichts. Jetzt könnte man auf die Idee kommen sich vom Optiker einfach das Brillenglas des zuerst zu operierenden Auges durch Fensterglas ersetzen zu lassen und somit während der Übergangszeit mit Brille auf beiden Augen scharf zu sehen.

Das bringt aber absolut nichts. Es hat sich gezeigt, dass durch die unterschiedlichen Brechungsindex von Brillenglas und einoperierter Linse nicht wirklich ein homogenes Bild vor beiden Augen entsteht. Im Gegenteil; das Sehergebnis ist nicht ertragbar. Vielmehr hat sich gezeigt, dass das Gehirn ganz gut damit klar kommt, wenn man die Brille ganz weg lässt. Das scharfe Bild des operierten Auges wird als Leitbild verwendet, das unscharfe Bild des anderen Auges wird quasi ausgeblendet; das dadurch fehlende räumliche Sehen gleicht das Gehirn durch Erfahrung ganz gut aus.

Julia Grundemann ist seit ihrer LASIK-Operation ein neuer Mensch. Viel selbstbewußter, offener und kontaktfreudiger.


Die Abiturientin hatte sich am FreeVis LASIK Zentrum in Mannheim von Herrn Prof.  Knorz operieren lassen.

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Leser dieses Artikels wollen sicherlich wissen, wer sich hinter dem Autor verbirgt. Schließlich sind Informationen über den Autor nicht unerhebliche Faktoren um den Nutzen der getroffenen Aussagen für einen selber zu bewerten.
Geboren wurde ich 1970 und bin zum Zeitpunkt der OP also 39 Jahre alt und männlich. Seit meinem 6. Lebensjahr trage ich eine Brille; seit einigen Jahren habe ich folgende Augenwerte: rechts: -9,25dpt.; links: -9,75dpt.; -0,75 Zylinder, Achse 120 Grad

Beruflich habe ich Informatik studiert und übe heute eine Führungsposition bei einem IT-Dienstleister aus, so dass ich täglich einige Stunden „vor dem Bildschirm (TFT bzw. Laptop) sitze“.

Privat gehe ich wenigen Hobbies nach, dafür lebe ich diese Hobbies aber möglichst voll aus:

Skifahren, Mountainbiken, Motorradfahren, Halb- bzw. Marathonlaufen sowie Tauchen.

Gerade beim Tauchen habe ich die größten Nachteile durch die Brille; da ich nicht nur im Urlaub offen tauche sondern auch mit geschlossenen Systemen und Mischgasen etwas länger und tiefer im Wasser unterwegs bin, benötige ich neben einer korrigierten Tauchermaske im Gesicht auch mindestens eine in Reserve im Jacket. Die Brille muss trotzdem öfters mit, da der Ausstieg nicht immer beim Einstieg ist und ein langer Fußmarsch mit Tauchermaske keinen Spaß macht. Auf Tauchsafaris habe ich gerne 2 Ersatzbrillen (auch für die Sonnenbrille) dabei, falls doch mal eine zu Bruch geht. Alleine diese „Brillenlogistik“ sowie das Wissen um die Abhängigkeit von einer Brille war Motivation genug, mich nach anderen Lösungen umzusehen.

Kontaktlinsen habe ich einmal ausprobiert; jedoch kann ich mir nicht ins Auge fassen und konnte somit eine Linse mitunter erst nach über einer Stunde rumprobieren ins Auge einsetzen. Schlussendlich waren Linsen für mich nicht praktikabel und hätten auch z.B. beim Tauchen keine wirkliche Verbesserung gebracht, da Maskenfluten mit Linsen sehr oft zu Linsenverlust führen kann.

Für die kommenden 1-2 Jahre würde ich gerne eine PPL (Privatpilotenlizenz) erwerben.

Ich hatte bis vor der Operation keinerlei Verbindungen bzw. Kontakte mit dem FreeVis-Zentrum in Mannheim. Mit diesem Erfahrungsbericht erziele ich keinerlei Vorteil für mich, außer der Befriedigung, meine Erfahrungen anderen mitzuteilen und somit vielleicht ein wenig bei der eigenen Entscheidungsfindung zu helfen.

Hallo !

Letzten August habe ich mich bei Prof. Knorz operieren lassen. Mit meinen -9 dpt. sowie dem Hobby Tieftauchen kam Lasern für mich nicht in Frage. Daher bin ich der Empfehlung von Prof. Knorz gefolgt und habe mir Linsen einsetzen lassen.

Sowohl während der Tage in Mannheim als auch über das halbe jahr danach habe ich ein wenig “tagebuch” bzw. Erfahrungsbericht geschrieben. Diesen werde ich über die kommenden Wochen verteilt hier einstellen; dies die Zeit zu läßt.

Besonders interessant dürfte es für angehende Hoppypiloten (PPL) werden, da ich da aktulleste Erfahrungen mit dem LBA gemacht habe. Aber dazu später mehr.

Ich hoffe, daß ich mit diesem Erfahrungsbericht dem ein oder anderen eine Etnscheidungshilfe geben kann.

Mein bisheriges Fazit ist auf jeden Fall: Die Korrektur mittels Linsen (phake IOL) habe ich bisher zu keinem Zeitpunkt bereut; im Gegenteil bin ich mehr als zufrieden. Doch lest selbst nach wie alles kam und sich bisher entwickelt hat…..

Viel Spaß beim lesen wünscht – Hier ist mein Bericht (Die Updates sind als Kommentare eingefügt!)

Bernd

TV-Moderatorin Marijke Amado hatte es satt, ständig zwischen der normalen Brille und der Lesebrille wechseln zu müssen. „Frau im Spiegel“ zitiert Frau Amado: „Ständig bin ich auf Brillensuche. Schminken geht auch nicht mehr ohne Lesebrille, und bei der Moderation im Studio brauche ich groß geschriebene Karten. Da wird der Beruf lästig und ich unglücklich.“ Die Lösung für Frau Amado: Eine spezielle Augenlaseroperation, bei der ein Auge für Sicht in der Ferne und das andere für scharfes Sehen im Nahbereich korrigiert wird. Von Fachleuten wird dies als „Monovision“ bezeichnet. Nur ca. 80% aller Patienten, die sich für Monovision interessieren, vertragen zwei unterschiedlich korrigierte Augen. Daher wird der Zustand nach der Operation vor dem Eingriff mit Kontaktlinsen simuliert. Nur Patienten, die diesen Test vertragen, werden gelasert.

Medizinredakteurin Anja Speitel begleitete Marijke Amado bei ihrer OP, die sie am FreeVis LASIK Zentrum Mannheim von Prof. Michael Knorz durchführen ließ. Der Eingriff, iLASIK genannt, dauerte nur wenige Minuten. Kaum aus dem Operationssaal raus, schnappt sich Frau Amado eine Broschüre: „Das ist unglaublich! Noch vor 10 Minuten konnte ich das nicht lesen!“ Der Beitrag schildert auch, was bei der Operation passiert und welche Risiken es gibt.

Quelle:
Frau im Spiegel, Nr. 16, April 2010
http://freevis.de/info/Frau_im_Spiegel_042010.pdf
(Mit freundlicher Genehmigung)

Wie eine experimentelle Studie aus dem FreeVis LASIK Zentrum Universitätsklinikum Mannheim zeigt, ist der Hornhautflap stabiler, wenn er mit einem Femtosekundenlaser präpariert wurde.

Femtosekundenlaser

Der Femtosekundenlaser schneidet berührungsfrei den Hornhautflap

Im ersten Schritt der LASIK wird die Hornhaut oberflächlich eingeschnitten. Der der so entstandene “Flap” wird anschließend aufgeklappt, so dass das Hornhautinnere freiliegt. Der Excimer Laser trägt nun gezielt Hornhautgewebe ab und verändert damit die Brechkraft der Hornhaut. Zum Schluß wird der Flap wieder zurückgeschlagen und saugt sich von selbst fest.

Seit Einführung der LASIK wurde zum Schneiden des Flaps ein sogenanntes Mikrokeratom verwendet, welches der Operateur in der Hand hält. Seit dem Jahr 2004 steht für diesen Schritt auch ein berührungsfrei arbeitender Laser zur  Verfügung: der Femtosekundenlaser. Die Schnitte des Femtosekundenlasers sind nicht nur glatter und gleichmäßiger dick, sie sind, wie die Mannheimer Studie zeigt, auch stabiler. Die Haftung des zurückgeschlagenen Flaps auf dem Hornhautbett ist signifikant stärker. Hinzu kommt, dass mit dem Laser auch unterschiedliche Schnittprofile erzeugt werden könne, die die Haftung weiterhin verbessern.
Quelle:
Comparison of Flap Adhesion Strength Using the Amadeus Microkeratome and the IntraLase iFS Femtosecond Laser in Rabbits

J Refract Surg.
2008;24:875-878

 

Die Wellenfront-Analyse, auch genannt Aberrometrie, ist ein diagnostisches Verfahren, mit dem im Rahmen der Voruntersuchung die Augen vermessen werden. Die Ergebnisse dieser Analyse werden bei der sogenannten Wellenfront-LASIK und auch bei der iLASIK beim Abschleifen der Hornhaut berücksichtigt.

Warum Wellenfront-Analyse?
Das menschliche Auge stellt kein ideales und perfektes optisches System dar, sondern weist sogenannte optische Aberrationen oder Abbildungsfehler auf. Bestimmt man den Brechkraftfehler (die Fehlsichtigkeit) auf herkömmliche Weise, so entspricht dieser Wert (z.B. – 3.5 dpt) nur einigen wenigen Meßergebnissen.

Mit Hilfe der Wellenfront-Analyse (Synonym: Aberrometrie) wird die Brechkraft des Auges an mehr als 250 verschiedenen Punkten gemessen. Dazu wird gleichmäßiges Licht in das Auge geschickt. Winzige Sensoren erfassen, wie das Licht reflektiert wird. Diese reflektierte “Wellenfront” zeichnet die Laufzeitfehler des Lichtes an allen 250 Punkten auf und kann graphisch dargestellt werden.

Warum ist die wellenfront-gesteuerte LASIK besser?
Bei der normalen LASIK wird die Hornhaut überall so geschliffen, dass der auf einem gemittelten Meßwert basierende Brechkraftfehler überall gleichmäßig korrigiert wird.
Fließen dagegen die Ergebnisse der Wellenfront-Analyse mit in die LASIK ein, so kann an jeder Stelle der Hornhaut der spezifisch für diese Stelle bestimmte Brechkraftfehler korrigiert werden. Mit anderen Worten: Die Laserkorrektur erfolgt nicht nur anhand von einem, sondern von über 250 verschiedenen, individuell gemessenen Messwerten.

Im Ergebnis bietet die wellenfront- oder aberrometrie-gesteuerte LASIK dem Patienten eine Verbesserung des Gesamtsehvermögens, vor allem durch ein besseres Kontrastsehen und verminderte Blendung in der Dämmerung.

Wie zwei Studien im Journal of Refractive Surgery berichten, sind phake Linsen bei Patienten mit höherer Kurzsichtigkeit sowohl in der Vorhersagbarkeit als auch in der Stabilität des Ergebnisses der LASIK überlegen

Studie 1:

Verglichen wurden zwei Patientengruppen: An 126 Augen mit einer Kurzsichtigkeit von durchschnittlich – 14,3 dpt wurde eine LASIK Operation durchgeführt, in 52 Augen mit einer durchschnittlichen Kurzsichtigkeit von – 14,8 dpt wurde eine phake Vorderkammerlinse eingesetzt. Bereits unmittelbar nach dem Eingriff war die unkorrigierte Sehschärfe nach Linsenimplantation besser als nach LASIK, was für eine bessere Vorhersagbarkeit der Korrektur spricht. Auch 10 Jahre postoperativ zeigten die Patienten, die eine phake Linse erhielten, eine bessere Sehschärfe als Patienten der Vergleichsgruppe nach LASIK.

Refractive Stability of LASIK With the VISX 20/20 Excimer Laser vs ZB5M Phakic IOL Implantation in Patients With High Myopia (>–10.00 D): A 10-year Retrospective Study
J Refract Surg. 2011;27(4):279-286


Studie 2:

Über ein ähnliches Ergebnis berichtet Tsiklis et al, die bei einem Patienten ein Auge mit LASIK und das andere mit einer phaken Linsen versorgten.

Nine-year Follow-up of a Posterior Chamber Phakic IOL in One Eye and LASIK in the Fellow Eye of the Same Patient
J Refract Surg. 2007;23:935-937

Hinweis: Heutzutage setzten wir die LASIK nicht mehr bei Kurzsichtigkeit über – 8 dpt (in Sonderfällen – 10 dpt) ein (Wann ist die LASIK indiziert?).
Quelle:

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Augenchirurgen wie Prof. Dr. Michael Knorz, Medizinischer Leiter des FreeVis LASIK Zentrum Universitätsklinikum Mannheim, setzen den berührungsfrei arbeitenden Präzisionslaser nicht nur beim oberflächlichen Hornhautschnitt im Rahmen der LASIK-Operation ein, sondern testen auch, wie die Vorteile des Femtosekundenlaser bei Operationen im Augeninneren genutzt werden können. Bisher werden sowohl der Hornhautschnitt als auch die Eröffnung der vorderen Linsenkapsel mit dem Skalpell bzw. einem feinen Instrument durchgeführt. Beide Schritte und auch die Zerkleinerung der getrübten Linse könnten in Zukunft vom Laser übernommen werden.

Erste Ergebnisse sind vielversprechend: Wie beim Ophthalmology Innovation Summit vorgetragen wurde, versprechen sich Operateure durch Einsatz des Femtosekundenlasers mehr Kontrolle über Platzierung der Schnitte, die Schnittführung ansich und einen besseren Wundverschluß.

Video über eine femtosekundenlaser-assistierte Kataraktoperation, durchgeführt von Herrn Prof. Dr. Michael Knorz:
http://www.eyemoviepedia.com/videos/4159354543/146

Zu weiteren Entwicklungen in der refraktiven Chirurgie zählen Hornhautimplantate und neue akkommodative Linsen. Wie auch das beschriebenene neue Einsatzgebiet des Femtosekundenlaser stehen diese Verfahren mit der Korrektur der Alterssichtigkeit (Presbyopiekorrektur) in Zusammenhang.
Quelle:
Innovation summit trumpets latest advances in cornea- and lens-based surgeries
http://www.osnsupersite.com/view.aspx?rid=82670